Methan Gas

Ist das Gas Methan ein Ozonkiller? Man sieht es nicht und man riecht es nicht, es hält sich etwa 12 Jahre in der Atmosphäre und kann sich in der ganzen Erdatmosphäre gleichmäßig verteilen. Vor dem Gas Methan steht in der Rangliste der wichtigsten Treibhausgase nur noch Kohlendioxid. Aber woher kommt dieses für das Weltklima so gefährliche Gas? Zu ca. 25 Prozent ist es natürlichen Ursprungs, denn es entsteht in Feuchtgebieten, wie dem tropischen Regenwald und Moorgebieten. Eigentlich überall dort, wo es zu Zersetzungsprozessen unter Luftabschluss kommt. So auch in Rindermägen. Ein hoher Anteil des in der Atmosphäre vorhandenen Methangases wird also auch durch Massentierhaltung erzeugt, weiterhin durch das Betreiben von Mülldeponien, durch Abwasser oder Biomassen-Verbrennung und auch in Reisfeldern. Die Entstehung der verbleibenden 75 Prozent Methangas wird demnach vom Menschen gesteuert.
Methan Gas

Methan Gas

Zeichner: Roger Schmidt
veröffentlicht am: 29. März 2007
Homepage: www.karikatur-cartoon.de


Die Erkenntnis, das Methangas in Feuchtgebieten entweicht, entkräftet den jahrelang gehegten Verdacht, dass die russischen Erdgas-Pipelines undicht wären. Wissenschaftler kamen der tatsächlichen Ursache nun auf die Spur. Erdgas besteht zu 90 Prozent aus Methan und in der Atmosphäre Sibiriens werden stets höhere Methangas-Werte festgestellt, als in anderen Gebieten und Sibirien ist besonders reich an Feuchtgebieten.
Die kontinuierlichen Messungen ergaben, dass die Methankonzentration zurzeit kaum noch ansteigt, das lässt auf den Erfolg eingeleiteter Maßnahmen zur Verringerung der bedenklichen Methanemission schließen. Dies bedeutet aber nicht, dass man mit dem Stand zufrieden sein kann. Vielmehr sollte versucht werden, durch weitere Senkungen einen gewissen Ausgleich zur gefährlich hohen Konzentration an Kohlendioxid zu schaffen.
Die Nutzung von Erdgas hat eine weitaus niedrigere Produktion an Kohlendioxid zur Folge als dies bei Kohle und Erdöl der Fall ist. Folglich empfiehlt sich ein weitgehender Umstieg auf Erdgas als Brennstoff. Allerdings wird ein genereller Umstieg nicht möglich sein, da die Nutzungsmöglichkeit zeitlich noch kürzer gesteckt wäre, als die von Kohle und Erdöl, denn die weltweiten Vorkommen reichen einfach nicht aus.
Anders als bei der Produktion von Kohlendioxid ist die Mitwirkung an der Verringerung der Entstehung von Methangas durch private Haushalte oder Personen nicht ganz so simpel. Es hilft in diesem Fall nicht, das Auto einmal stehen zu lassen oder beim Camping auf ein Lagerfeuer zu verzichten.
Man ist absolut auf die Mitwirkung von Politik, Wirtschaft und Industrie angewiesen, wenn vielleicht die Massentierhaltung eingeschränkt oder die Produktion von Müll und Abfall verringert werden soll.
Sicher ist nur, dass alle schnellstens etwas tun müssen!

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