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Manga - Mangas

Was verbindet Mönche des Mittelalters mit beliebten Zeichentrickfiguren, wie z. B. 'Heidi' 'Sailor Moon' und den 'Pokémon'? Auf den ersten Blick nichts. Bei genauerem Hinsehen jedoch wird durchaus ein Zusammenhang erkennbar, nämlich die Erfolgs-geschichte der japanischen Zeichenkunst. Die frühen Anfänge der heute so beliebten Mangas liegen bereits einige Jahrhunderte zurück. Sie beginnen mit den von Mön-chen angefertigten Zeichnungen und Karikaturen, die damals auf sogenannten 'E-makinomo-Rollen' angefertigt wurden. Auf diesen Bildern waren Tiere zu sehen, die menschliches Verhalten zeigen, so z. B. einen Sumo-Kampf, in dem Hasen, Frösche und Affen antreten. Im Lauf der Zeit wurden auch Tempelwände und Holzschnitte mit diesen Tierbildern geschmückt, wobei schließlich auch Darstellungen anderer Themen hinzugefügt wurden. Diese befassten sich mit dem Leben nach dem Tod, Szenen aus dem Alltag und auch mit Erotik.

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Das Wort 'Manga' enthält die japanischen Worte 'man', was spontan bedeutet, und 'ga' für Bild. Wer genau diesen Begriff schuf, ist nicht bekannt. Berühmt wurde er jedoch durch die 1814 herausgebrachten 'Hokusai-Manga', deren Schöpfer den Na-men Katsushika Hokusai trug. Seine Skizzen zeigen die Gesellschaft und Kultur Ja-pans während der späten Edo-Zeit. Als Edo-Zeit werden die Jahre von 1603 bis 1868 bezeichnet.
Doch auch bereits im frühen 18. Jahrhundert erfreute man sich an einer frühen Ver-sion der Manga. Die nach dem Mönch Sojo Toba benannten und sehr beliebten 'To-ba-e' waren humorvolle, schwarz-weiße Holzschnittdrucke, versehen mit Text und erzählt in fortlaufenden Bildern und Geschichten.
Schließlich dann, im 19. Jahrhundert, gelangte auch der westliche Einfluss nach Ja-pan. Dieser führte nicht nur zu neuen Techniken im Druckverfahren, sondern man ließ sich auch von amerikanischen Karikaturen und Comicstrips begeistern. Daraufhin begann die Veröffentlichung von Mangas in Zeitungen, sowie auch die Produktion der ersten Comichefte. Doch bei Magazinen hörte die Entwicklung keineswegs auf – auch das Medium Fernsehen wurde später erobert, und zwar durch die sogenannten 'Ani-mes'. Diese Bezeichnung für die japanischen Zeichentrickfilme entstand aus dem englischen Wort 'animated', was 'bewegt' bedeutet. In diesem Zusammenhang muss ein weiterer wichtiger Name in der Geschichte der Mangas genannt werden: Tezuka Osamu. Er erschuf nicht nur die erste japanische Zeichentrickserie, die 1963 heraus-kam, sondern brachte bis zu seinem Tod auch über 700 Mangas heraus. Kennzeichen seiner Arbeit waren ernste Themen, die die Gefühle seiner japanischen Leser anspra-chen. Außerdem besaß er einen eigenen, unverkennbaren Stil. Seine Arbeit erwarb ihm den Titel 'Manga no Kamisama', was 'Gott des Manga' bedeutet.
Mittlerweile sind die japanischen Zeichentrickfilme und Comicserien aus der Unter-haltungsbranche nicht mehr wegzudenken. Bekannte Beispiele sind 'Prinzessin Mo-nonoke', 'Yu-Gi-Oh' und 'Dragonball'.
Nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und Erwachsene besitzen eine Leiden-schaft für Mangas, denn die Auswahl an Themen ist so groß und vielseitig, dass für jedes Alter und jeden Geschmack die richtige Zeitschrift oder Fernsehserie dabei ist.

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