Dschihad

"Dschihad" wird meistens mit "Heiliger Krieg" übersetzt. In der islamischen Welt ist die Verbreitung des Islam mit Waffengewalt und zur Verteidigung oder Vergrößerung des islamischen Herrschaftsgebietes laut Koran eine Grundpflicht des Muslim.
Dschihad

Dschihad

Zeichner: Roger Schmidt
veröffentlicht am: 11. September 2006
Homepage: www.karikatur-cartoon.de


Zumindest im Verständnis der Fundamentalisten. Nicht allein das Wort, sondern besonders das Schwert ist hier als stichhaltiges Argument einzusetzen…

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5 thoughts on “Dschihad

  1. Ich haette hier gerne eine zeichnung ueber hitlers taten…. aber bitte genauso viel verstaendnis zeigen bei einer karikatur in der hitler die juden schlachtet, verbrennt, und vernichten laesst…’ernstes‘ koennte ‚witzig‘ rueberkommen was???!!!

    • Eine Karikatur ist nicht zwangsläufig witzig. Eher wirkt oder berührt sie. Und bei dieser Karikatur geht es um religiöse Intoleranz. Um Menschen, die für Ihre religiöse Überzeugung andere unterdrücken und auch umbringen. Das gilt auch für andere Relgionen. Aber nicht in dem Maß, wie es der Islam zur Zeit macht. Es gab in dessen Wirkungsbereich auch andere Zeiten. Zum Beispiel dass der Maueren in deren Anfangszeit.
      Da hinkt der Vergleich mit Hitlers Verbrechen. Passt zeitlich und inhaltlich nicht.

  2. Sehr geehrter Herr Schmidt,

    das der Begriff “Dschihad” meistens mit “Heiliger Krieg” übersetzt wird bedeutet ja nicht automatisch das es sich hierbei um die korrekte Übersetzung handelt. Des Weiteren ist mir als gläubiger und betender Muslim nicht bekannt, das die Verbreitung des Islams mit Waffengewalt laut Koran ein Grundpflicht sei.

    Der Begriff „Heiliger Krieg“ ist dem Islam vollkommen fremd. Er stammt aus dem Christentum, mit ihm wurde zu den Kreuzzügen gegen die Muslime im Mittelalter aufgerufen. Ebenfalls fremd ist dem Islam die Vorstellung von einer Verbreitung des Glaubens „mit Feuer und Schwert“. Der Heilige Koran gebietet nämlich als oberste und wichtigste Grundlage des gesellschaftlichen Lebens die absolute und unverbrüchliche Glaubens- und Gewissensfreiheit.

    Der Islam kennt drei Arten des Jihads:

    1. Kleiner Jihad
    2. Mittlerer Jihad
    3. Großer Jihad

    Kleiner Jihad.

    Der Islam erlaubt die Verteidigung der Glaubensfreiheit und die Verteidigung von Leib und Leben. Diese Erlaubnis wurde von Gott dem Heiligen Propheten Muhammad (Friede und Segnungen Allahs seien auf ihm)
    gegeben, nachdem er zwölf Jahre lang der grausamen Verfolgung durch die götzendienerischen Mekkaner friedlich standgehalten hatte, und als diese mit einem übermächtigen Heer gegen die wenigen Muslime ausrückten, um sie zu vernichten.

    Dieser Kampf wird „Jihad Saghir“ (der kleine Jihad) genannt. „Jihad“ heißt wörtlich, „sich um etwas bemühen, nach etwas streben“. Er dient also ausschließlich der Selbstverteidigung, wohingegen Aggression verboten ist.

    Nirgendwo im Heiligen Koran ist die Rede davon, daß es den Muslimen erlaubt sei, einfach Menschen anderen Glaubens nur deswegen zu bekämpfen, weil sie eben einen anderen Glauben haben. Einen wie auch immer gearteten Glauben zu haben, steht jedem Menschen frei, genau wie es der Heilige Koran besagt.

    Wer indes Verse des Heiligen Korans aus dem Zusammenhang reißt und daraus zu belegen versucht, daß es den Muslimen zwingend vorgeschrieben sei, die „Ungläubigen“ zu vernichten, begeht einen großen Fehler.

    Mittlerer Jihad.

    „Jihad Kabir“ (der mittlere Jihad) ist der Wettstreit zur Verbreitung der Wahrheit durch Wort und Schrift, von dem Allah im Heiligen Koran sagt:

    „Rufe auf zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und streite mit ihnen auf die beste Art.“ (16:126)

    Die Muslime sollen also in „Weisheit“ und „schöner Ermahnung“ diskutieren. Dies geschieht heutzutage im interreligiösen Dialog, der die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Kulturen und Religionen unterstreicht, ohne die Friedensbotschaft des Islam zu vernachlässigen.

    Großer Jihad.

    Der wichtigste Jihad aber ist der „Jihad Akbar“ (der große Jihad). Er besteht in dem unablässigen Bemühen des Menschen um das richtige Gehen auf dem geraden Weg, d. h. dem Kampf gegen Egoismus und schlechte Neigungen und falsche Begierden.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die grausamen und niederträchtigen Morde von selbsternannten „Glaubenskriegern“, durch die Unschuldige ums Leben kommen, nicht mit der friedlichen Lehre des Islam vereinbar sind. Des Weiteren findet auch die Mär, mit der hierzulande den Menschen Angst eingejagt wird, der Islam gebiete die Vernichtung aller Ungläubigen, keine Grundlage im Heiligen Koran oder im vorbildlichen Leben des Heiligen Propheten Muhammad (Friede und Segnungen Allahs seien auf ihm).

    • „Der wichtigste Jihad aber ist der “Jihad Akbar” (der große Jihad). Er besteht in dem unablässigen Bemühen des Menschen um das richtige Gehen auf dem geraden Weg, d. h. dem Kampf gegen Egoismus und schlechte Neigungen und falsche Begierden.“

      Das habe schon lange vermutet, dass die deutsche Behörden-Arschkriecher den Moslems Egoismus vorwerfen.
      Ich werde die Leiter einer Hauptschule auffordern, meinem Enkel endlich wieder ECHTE Schweinefleisch-Frikadellen in der Kantine anzubieten!

  3. Nur zur Klarstellung.
    Auszug aus der Übersetzung ‚Muhammad Ahmad Rassoul – Die ungefähre Bedeutung des Qu’ran Karim in deutscher Sprache – Herausgeber IB Verlag Islamische Bibliothek Gemeinnützige Gesellschaft mbH Köln

    (8) Sura Al-Anfal (Die Beute)
    (1) Gläubig sind wahrlich diejenigen, deren Herzen erbeben, wenn Allah genannt wird, und die, die in ihrem Glauben gestärkt sind, wenn ihnen Seine Verse verlesen werden, und die, die auf ihren Herrn vertrauen. (2) Das sind jene, die das gebnet verrichten und von dem spenden, was Wir ihnen gegeben habe. (3) Diese sind die wahren Gläubigen.

    (13) Dies – kostet es denn; und (wisset), daß für die Ungläubigen die Feuerspein bestimmt ist. (14) O die ihr glaubt, wenn ihr auf die Ungläubigen stoßt, die im Heerzug (der Begriff lässt sich vielfältig auslegen – Anm. von mir) vorrücken, so kehrt ihnen nicht den Rücken. (15) Und derjenige, der ihnen an solch einem Tage den Rücken kehrt, es sei denn, er schwenke zur Schlacht oder zum Anschluß an einen Trupp, der lädt fürwahr Allahs Zorn auf sich, und seine Herberge soll die Hölle sein; und schlimm ist das Ende! (16) Nicht ihr habt sie erschlagen, sondern Allah erschlug sie. Und nicht Du hast geschossen, sondern Allah gab den schuß ab, auf daß Er den Gläubigen eine große Gnade von sich selbst erwiese. Wahrlich, Allah ist Allhörend, Allwissend.

    Zum Nachhören Audio: www. nwahy.com/quran/translate-8-20.html

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