Satire
In der antiken Sagenwelt der Griechen waren Satyrn kleine, fiese und physisch verunstaltete Mensch-Tier-Mischwesen, die Menschen verachteten, ihnen Schrecken einjagten und sie auch mal quer durch Wald und Wiese trieben, wenn ihnen danach war. Sex&Drugs&Rock'n Roll war ihre Devise und auf Konventionen gaben sie nichts.
Im Prinzip ähneln sie also dem schwer Prominenten 'Moderator' Dirk Bach und seiner quiekenden Handpuppe, die wohl Sonja Zietlow heißt. Mehr lässt sich zu ihr leider nicht sagen, außer dass sie mit der Inkarnation von Winnie Pooh gerne ebenso sadistisch über das Dschungelcamp wachen, wie die verunstalteten Mythoswesen die Menschen der Antike terrorisierten.
Natürlich haben Dschungelcamp und Dirk Bach nichts mit Satire, geschweige denn Feingeist zu tun, denn darum geht es nämlich bei der hohen Kunst der verbalen Karikatur: feine Striche, die aus einem Gesicht quasi unbemerkt eine Fratze machen. Grimassen, die nicht geschnitten, sondern geschnitzt und damit für immer sichtbar bleiben. Satire verzerrt, verunstaltet jedoch nicht. Im besten Fall entlarvt sie mit einem Wort, was Politiker, VIPs und andere Nervensägen mit einem Übermaß an Fotoshootings, Interviews bzw. Anne-Will-oder -Maybrit-Illner-Auftritten zu verbergen suchen: Dass sie schlicht und ergreifend eitel und selbstverliebt sind und sie so gerne reden hören, dass sie ihre zwei Ohren gäben für noch eine Zunge und einen Mund mehr. Auch die Satire kennt solche Tauschgeschäfte, doch hat sie nur das Fell gegen den Anzug, Satt-Tiere gegen Satire getauscht, denn irgendwann hat doch jeder die Schnauze voll davon, durch die Arena zu jagen und jenes zu zerfleischen, was sich Promi nennt.

