Das Gespenst der Weltwirtschaftskrise 1929 wurde in den letzten Wochen mehrfach genannt. Ob zu Recht oder Unrecht werden wir ja sehen. Das wir auf eine Rezession zu steuern, dürfte mittlerweile den meisten klar sein. Wenn der Dax und die anderen Charts weiter fallen, ist das noch lange kein Grund, darin eine kommende Depression zu sehen. Kar, der eine oder andere (viele...) Banker, verfällt in eine Depression.., aber 2003 war der Dax auch mächtig weit unten gewesen. So bei ca. 2000. NA UND. Es geht halt auf und ab. Mal verliert man - mal gewinnen die anderen... :-)

Weltwirtschaftskrise 1929
Zeichner: Roger Schmidt
Die Weltwirtschaftskrise von 1929 hatte aber interessanterweise ein paar Parallelen, die sich deutlich zu erkennen sind. So waren zum Beispiel damals schon die Einzelwirtschaften und Finanzen sehr eng mit einander verwoben.
Der Aktienmarkt war 1929 stark überbewertet und brach nach kleineren Zuckungen am 24. Oktober 1929 zusammen. Unmengen Gelder wurden aus dem Ausland abgezogen und flossen in die USA zurück. Vergleich zu heute: Lehman Brothers zog vor dem Zusammenbruch auch noch schnell die letzte Liqudität aus dem Ausland ab. Manche Bank spendete sogar: z.B. die KfW-Bank... DANKE! Durch diesen Kreditabzug traten in vielen Staaten der Welt wirtschaftliche Krisen auf, die zu Massenarbeitslosigeit, einem starken Rückgang des Welthandels und sehr protektionitischen Maßnahmen der einzelnen Staaten führte. Von dem Sozailabbau, der die Politik stark radikalisierte und im Nationalsozialismus führte, ganz zu schweigen. Allerdings darf man den damaligen Sozialstaat nicht mit unserem heutigen übersatten Angebot vergleichen. Ein wenig mehr Wertschätzung für die Leistungsträger (das sind ja nicht zwangsläufig immer die Banker...) dieses heutigen Systems wäre schon nicht schlecht.
Überproduktion und Überangebot, was zu fallenden Preisen führte, werden heute als Ursachen für die Weltwirtschaftskrise 1929 genannt. Der Zusammenbruch der Börse war der Start in die lang andauernde Krise. Menschen hatten Kredite, ja ihr ganzes Vermögen, in Aktien investiert, um am Wohlstand teilhaben zu können. Panikartig verkauften die ihre Papiere und rissen die Börse in den Abgrund. Der Dow Jones Index fiel in zwei Tagen, am schwarzen Donnerstag und am schwarzen Freitag, um zusammen 24,4%. Da dieser Absturz für viele sehr überraschend kam, liefen die Schockwellen der Depression schnell durch die Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt. Der Zusammenbruch von heute ist ja schon länger erwartet worden, aber die Gier war wohl heute vergleichbar groß. Und da wahnsinnig viel Geld im Umlauf war, wurde die Geldmenge des Dollars um 30% in vier Jahren von 1929 ab reduziert. Was den Dollar zwar wieder wertvoller machte, aber die Krise nach Meinung vieler Ökonomen verschärfte.
Durch den Zusammenbruch der Banken fehlte es vielen Banken an Geld für Kredite, um Neuinvestionen und laufende Kosten zu bezahlen. Dadurch sank die Produktion erheblich, in den USA um 50%. Die Arbeitslosigkeit stieg erst verspätet an, dann allerdings in Deutschland von 1929 mit 1,4 Millionen auf 1932 mit über 6 Millionen. Das waren immerhin 16,3% der deutschen Bevölkerung. Nun ist die heutige Produktivität des einzelnen heute allerdings erheblich größer, sodass wir eine solche Zahl bestimmt verkraften könnten.
Und während ich mich so mit dem Thema beschäftige, verläßt mich irgendwie die Lust, hier weiter zu machen. Das Thema macht einfach depressiv... Ich glaube, ich geh mal schnell mein Geld abheben...




THEOLOGISCHE DEBATTEN DES MITTELALTERS
"Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten."
Sir Arthur Charles Clarke (1917 - 2008)
Die Religion, die schon immer die Aufgabe hatte, die Fehler der Makroökonomie aus dem Bewusstsein des arbeitenden Volkes auszublenden, war solange notwendig und sinnvoll, wie niemand diese Fehler zu beheben wusste, die zwangsläufig zu systemischer Ungerechtigkeit und damit zu Massenarmut und Krieg führen. Ohne die selektive geistige Blindheit, die uns "wahnsinnig genug" für die Benutzung von Zinsgeld machte, und die noch heute die Menschheit in Herrscher (Zinsprofiteure) und Beherrschte (Zinsverlierer) unterteilt, wäre unsere Zivilisation nie entstanden.
Erst der Prophet Jesus von Nazareth erkannte, wie die Makroökonomie zu gestalten ist, damit niemand einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) erzielen kann. Doch mit dem Cargo-Kult des Katholizismus mutierte die seit Jesus eigentlich überflüssige Religion vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode: weitere 1600 Jahre Massenarmut und Krieg, seit der Vernichtung der Gnosis (Kenntnis) im vierten Jahrhundert.
Die "heilige katholische Kirche" degradierte das Genie zum moralisierenden Wanderprediger und projizierte das von Jesus vorhergesagte "Königreich des Vaters" (Freiwirtschaft, Vater der Kultur = Kreditangebot), in dem die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beendet ist, auf ein hypothetisches "Himmelreich" der Toten, nur um selbst eine "Moral" verkaufen zu können, die in der idealen Makroökonomie so sinnlos ist wie eine Taschenlampe bei Sonnenschein.
Der religiöse Wahnsinn beließ die Menschheit in der systemischen Ungerechtigkeit des Privatkapitalismus (Erbsünde) und ließ so dem ersten Weltkrieg noch einen zweiten folgen, obwohl der Sozialphilosoph Silvio Gesell bereits 1916, unabhängig von der Heiligen Schrift und erstmals auf wissenschaftlicher Grundlage, genau das wieder beschrieb, was der geniale Prophet Jesus von Nazareth als erster Denker in der bekannten Geschichte als Wahrheit erkannt hatte: absolute Gerechtigkeit durch absolute Marktgerechtigkeit.
Heute (2009) sind wir an genau dem Punkt angekommen, den die israelitische Priesterschaft schon vor 2600 Jahren vorhergesehen hatte: Wir stehen unmittelbar vor der globalen Liquiditätsfalle (Armageddon), der totalen Selbstvernichtung, denn der Krieg (umfassende Sachkapitalzerstörung) konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab! Doch ein Atomkrieg ist gar nicht erforderlich, um unsere ganze "moderne Zivilisation" auszulöschen; es reicht schon aus, wenn wir weiterhin an den "lieben Gott" (künstlicher Archetyp: Jahwe = Investor) glauben und Zinsgeld (Geld mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion) verwenden.
Ich wünsche dem einstigen Land der Dichter und Denker Viel Erfolg bei der Auferstehung noch vor dem jüngsten Tag (1. Januar 2010).