Tiefer Schlaf.....
Ein Schüler schläft im Unterricht. Der Lehrer weckt ihn: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der richtige Platz zum Schlafen ist!". Darauf der Schüler: "Ach, es geht schon. Sie müssen nur leiser sprechen!"
Schüler
veröffentlicht von: Roger Schmidt
veröffentlicht am: 8 Feb 2005
Homepage: http://www.karikatur-cartoon.de/
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« Lehrer












Gründung
Städte im mittelalterlichen Deutschland sind entweder wesentlich verkleinert weiter bestehende Römerstädte, deren bedeutendste sich oft zu wichtigen Bischofssitzen entwickeln, z.B. Mainz, Köln, Trier oder Regensburg. Östlich des Rheins werden Städte im Mittelalter vom König oder einem Großen des Reiches neu gegründet. In staufischer Zeit kommt es zu einer Gründungswelle.
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Lage und Aussehen
Oft liegen Städte an wichtigen Verkehrsknotenpunkten oder Fernstraßen, oft unterhalb einer Burg. Herausragende Gebäude sind Kirchen (vgl. Ulmer, Freiburger, Straßburger etc. Münster, Kölner Dom, usw.) und Klöster, Mauern, Türme, Wirtschaftgebäude, Zunfthäuser, Spitäler und last not least das Rathaus als Sitz einer Stadtregierung.
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Verfassungsentwicklung
Die Entwicklung ging dahin, dass am Anfang der Stadtherr (der Gründer oder einer seiner Nachfolger) in der Stadt bestimmte. Dann kam meist die städtische Führungsschicht - das Patriziat - zum Zuge (Patriziatsverfassung), zuletzt wurden die Zünfte an der Stadtregierung beteiligt (Zunftverfassung). Die Entwicklung verlief aber je nach Stadt unterschiedlich und keineswegs immer friedlich. Es gab auch Städte ohne Patriziatsverfassung. Freie Reichsstädte hatten nur den König als Herrn über sich.
Viele Städte verfügten nicht etwa nur über ein Marktgericht, sondern sogar über die Blutgerichtsbarkeit, durften also Todesurteile fällen, wobei der Galgen außerhalb der Stadt stand ("Galgenberg"). Berüchtigt sind heute damals im Rechtswesen übliche Methoden wie Pranger oder peinliches Verhör (Folter).
Im Spätmittelalter bauten die Städte eigene Territorien auf.
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Gesellschaftliche Schichtung
An der Spitze der gesellschaftlichen Gruppen in den Städten standen die Patrizier - dem Beruf nach reiche Fernhandelskaufleute - sowie in die Stadt gezogene Adlige.
Von Bedeutung war auch die Geistlichkeit. Prozentual stellten die Geistlichen einen weitaus größeren Bevölkerungsanteil als heute. Die Kirche bildete den Mittelpunkt der Stadt, die Zahl der Kirchen und Klöster war hoch, der Kirchenbesuch obligatorisch. Entsprechend groß war die praktische Bedeutung des Klerus.
Den Mittelstand bildeten Gewerbe - z.B. Bäcker, Metzger, Schneider und andere Handwerker - und Kleinhandel. Es gab auch in der Stadt wohnende freie Bauern.
Nichts zu sagen hatten die Besitzlosen. An der Stadtregierung hatten sie keinen Anteil.
Eine besondere Gruppe bildeten die Juden, oft in der Judengasse ansässig oder in größeren Städten in einem Ghetto, je nach Größe mit einer oder mehreren Synagogen.
Ganz unten standen Henker, Ehrlose und andere.
Alle Gruppen waren an ihrer Kleidung und an ihren Statussymbolen erkennbar. Eine bestimmte Kleidung war in vielen Fällen vorgeschrieben, Juden trugen z.B. den Judenhut.
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"Stadtluft macht frei."
Die Städte erhielten Zulauf aus der bäuerlichen Bevölkerung des umgebenden Landes. Wer eine bestimmte Zeit in der Stadt lebte, war frei und konnte so der Leibeigenschaft bzw. der Bindung an einen Herrn entkommen. Hier kam es anfangs zu Konflikten zwischen Grundherren und Städtern.
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Wirtschaft
Fernhandel: Der Reichtum einer Stadt basierte auf ihrem Handwerk und ihrem Handel. Im Fernhandel wirkten große Handelsgesellschaften (vgl. Frühkapitalismus).
Handwerk und Zünfte: Das Handwerk war in Zünften organisiert. Diese garantierten Qualität und Preise. Da Zunftzwang herrschte, man also in der Zunft organisiert sein musste, wenn man in der Stadt einen Betrieb eröffnen wollte, gelang es den Zünften, die Zahl der Zulassungen zu begrenzen und so die Konkurrenz einzuschränken. Die Zünfte waren aber auch oft an der Regierung der Stadt beteiligt, wirkten an der Verteidigung mit, beteiligten sich an der Finanzierung und am Bau der Kirche, nahmen an Prozessionen teil, übernahmen soziale Aufgaben und besaßen Zunfthäuser oder zumindest Zunftstuben.
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Aufstieg des Bürgertums
Bürger verwalteten nicht nur ihre Stadt und betrieben innerhalb des Reiches als Bürger Freier Reichsstädte eine eigene Politik, was früher nur dem 1. und 2. Stand vorbehalten war, sie waren auch wirtschaftlich dynamischer als das agrarische Umland. Mit dem Aufstieg der Städte entwickelte sich die Geldwirtschaft, die Grundlage vieler weitere Entwicklungen.
Auch kulturell wurde das Bürgertum führend. Die Patrizier orientierten sich am Lebensstil des Adels mit Rüstung, Wappen, Turnier und luxuriösen Wohnverhältnissen und Vergnügungen. Wichtiger sind gotische Stadtkirchen, der Aufstieg der Künste und später die Kultur der Renaissance. Auch die Wissenschaft wurde zunehmend städtisch und fand in den Universitäten eine neue Heimstatt. Manche waren für ihre juristischen und theologischen Fakultäten berühmt und bahnten bürgerliche Karrieren im Staat an. Neben die kirchlichen Sozialeinrichtungen traten jetzt städtische Spitäler.
Als Beamtentum und Söldnerheere aufkamen, brach das Bürgertum auch hier in die früheren Domänen des Adels - Verwaltung und Kriegführung - ein und verdrängte den Adel zusehends.
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Städtebünde
Viele Städte gründeten zur Wahrung ihrer militärischen, politischen und Handelsinteressen Städtebünde. Der berühmteste deutsche Städtebund war die Hanse, die zeitweilig den größten Teil der norddeutschen Städte zu ihren Mitgliedern zählte und über Jahrhunderte den Nord- und Ostseehandel kontrollierte, unter anderem auch gegen Seeräuber (Klaus Störtebeker). Berühmt waren die Hansekoggen, ein hölzernes Lastschiff mit Segeln und hoher Bordwand. Die Hanse konnte sogar militärisch gegen Dänemark antreten. Erst im 15. Jahrhundert begann der Niedergang der Hanse.